Lesezeit: 6 Minuten · Für Inhaberinnen und Inhaber von KMU in der Region March, am Obersee und rund um den Zürichsee
«Was kostet das?» ist die häufigste Frage in Erstgesprächen – und die ehrlichste Antwort beginnt nicht mit einer Zahl, sondern mit einem Vergleich. Denn Marketing-Führung auf Mandatsbasis ist nicht «billig». Sie ist ein anderes Instrument als eine Festanstellung: Führung in genau der Dosierung, die zu Ihrem Betrieb und Ihrem Tempo passt.
In diesem Beitrag lege ich die Grössenordnungen offen, die auch öffentlich auf der Leistungen-Seite stehen, und rechne den Vergleich mit einer festen Marketingleitung ehrlich durch – inklusive der Fälle, in denen sich ein Mandat nicht lohnt.
Der ehrliche Vergleich: Anstellung vs. Mandat
Anstellung: Eine erfahrene Marketingleitung kostet voll gerechnet deutlich mehr als den Bruttolohn. Sozialleistungen, Bonus, Rekrutierung und Arbeitsplatz kommen dazu – auf der Leistungen-Seite rechnen wir mit rund CHF 14’000 bis 19’000 pro Monat, alles eingerechnet. Dazu kommen mehrere Monate für Suche und Einarbeitung sowie eine langfristige Bindung, die Sie auch dann tragen, wenn sich die Prioritäten ändern.
Mandat: Führung auf Senior-Niveau, aber nur im Umfang, den Ihr Betrieb tatsächlich braucht – typischerweise ein bis zwei Tage pro Woche. Keine Sozialleistungen, kein Onboarding-Berg, kein Kündigungsrisiko. Aufs Jahr gerechnet kostet eine feste Marketingleitung damit ein Mehrfaches eines Small-Mandats.
Mandat heisst flexibel – nicht beiläufig.
Die Grössenordnungen bei Marketing March
Drei Stufen, drei Grössenordnungen – es sind dieselben Richtwerte, die öffentlich auf der Website stehen:
- Small (inhabergeführt, 3–25 Mitarbeitende): ab CHF 3’500 pro Monat. Ein Partner an ein bis zwei Tagen pro Woche, Sparring und Steuerung, monatlich kündbar – der häufigste Einstieg, mehr dazu unter Small Business.
- Medium (wachsend, 20–100 Mitarbeitende): CHF 8’000–12’000 pro Monat. Aktive Steuerung, Unterstützung beim Aufbau des eigenen Teams, mehr Tempo und Umfang – Details unter Medium Business.
- Large / Interim (100+ Mitarbeitende oder Übergangsphase): auf Offerte. Interim-Marketingleitung mit massgeschneidertem Umfang.
Wichtig: Das sind Richtwerte, keine Preisliste. Der konkrete Betrag hängt vom Umfang ab – aber er bewegt sich in diesen Grössenordnungen, nicht darunter und nicht im Verborgenen.
Was Sie im Mandat wirklich bezahlen
Nicht Stunden. Was Sie bezahlen, ist die Beschleunigung von Entscheidungen: Welche zwei Kanäle tragen wirklich? Was lassen wir bewusst weg? Wen stellen wir als Nächstes ein – und wen nicht? Eine Führungskraft im Mandat bringt das Urteilsvermögen aus vielen Betrieben und Branchen mit und ist ab der ersten Woche produktiv, weil sie nicht eingearbeitet werden muss, sondern selbst Struktur mitbringt.
Eine Führungskraft im Mandat ist keine Rabattversion des Originals. Richtig eingesetzt ist sie die kosteneffizienteste Führungsposition, die ein KMU besetzen kann – weil Sie Senior-Erfahrung genau in der Dosis einkaufen, die Ihr Betrieb auslasten kann. Was ein solches Mandat im Alltag konkret umfasst, habe ich im Beitrag Was macht ein Teilzeit-Marketingleiter? ausführlich beschrieben.
So budgetieren Sie richtig – vier Schritte
- Ergebnis zuerst: Definieren Sie die Entscheidung oder das Resultat, das beschleunigt werden soll – mehr qualifizierte Anfragen, ein neuer Markt, ein tragfähiger Vertriebskanal.
- Lücke benennen: Fehlen Ihnen Hände – oder Führung? Für fehlende Hände ist ein Mandat das falsche Instrument.
- Vom Ergebnis her rechnen: Was ist Ihnen das Resultat wert? Das Budget folgt dem Ziel, nicht einem Stundensatz.
- Umfang abgrenzen: Ein paar Stunden pro Monat sind Beratung – strategische Führung braucht eine verlässliche Kadenz.
Ein Beispiel aus der Region: ein Produktionsbetrieb in Wangen SZ
Stellen Sie sich einen Produktionsbetrieb in Wangen SZ vor, 45 Mitarbeitende. Der Verkauf lief jahrelang über die Beziehungen des Inhabers, die Website ist acht Jahre alt, eine Marketingleitung gab es nie. Für eine Vollzeitstelle ist schlicht nicht genug Führungsarbeit da – und gute Leute für eine 40-Prozent-Leitungsstelle zu finden, ist fast unmöglich.
Im Mandat sieht die Rechnung anders aus: Auf der Medium-Stufe erhält der Betrieb eine aktive Marketing- und Vertriebssteuerung, den Aufbau interner Zuständigkeiten und messbare Prioritäten – für einen Bruchteil dessen, was eine feste Leitungsposition voll gerechnet kosten würde. Und wenn nach 18 Monaten die Strukturen stehen, reduziert der Betrieb den Umfang, statt eine Kündigung auszusprechen. Solche Situationen begleite ich als Marketing-Berater auch in Wangen und in der ganzen Region March.
Wann sich ein Mandat nicht lohnt
Ehrlichkeit gehört zum Kostenvergleich: Wenn Ihnen reine Umsetzungskapazität fehlt – jemand, der Beiträge publiziert, Newsletter verschickt, die Website pflegt –, dann brauchen Sie keine Führung im Mandat, sondern eine gute Umsetzerin oder eine Agentur. Und wenn im Betrieb niemand Zeit hat, Entscheidungen überhaupt zu treffen, verpufft auch das beste Sparring.
Wo es passt, zeigt sich die Wirkung dafür schnell: klare Prioritäten nach Wochen, sichtbare Resultate innert Monaten. Einen Eindruck davon geben die Referenzen.
Häufige Fragen
Warum «ab» CHF 3’500 – wovon hängt der Preis ab?
Vom Umfang und von der Kadenz: Wie viele Tage pro Monat, wie viel operative Begleitung neben der Steuerung, wie viel Aufbauarbeit am Anfang. Der Startpunkt ist die Small-Stufe; den konkreten Rahmen definieren wir im Erstgespräch – eine Offerte ins Blaue gibt es nicht.
Wie schnell kann ich ein Mandat wieder beenden?
Auf der Small-Stufe ist das Mandat monatlich kündbar. Genau das ist der strukturelle Unterschied zur Anstellung: Sie binden sich nicht auf Jahre, sondern behalten die Kontrolle über Umfang und Dauer – in beide Richtungen.
Was kostet eine feste Marketingleitung im Vergleich?
Voll gerechnet – Lohn, Sozialleistungen, Bonus, Rekrutierung – ein Mehrfaches eines Mandats: Auf der Leistungen-Seite rechnen wir mit rund CHF 14’000 bis 19’000 pro Monat. Für viele KMU zwischen Zürichsee und Obersee ist das nicht «zu teuer», sondern schlicht das falsche Instrument für die aktuelle Phase.
Den konkreten Kostenvergleich rechne ich Ihnen vor
Machen Sie den Selbstcheck oder buchen Sie ein kostenloses 30-Minuten-Erstgespräch – Sie erhalten eine ehrliche Einschätzung, welche Stufe passt, oder ob ein Mandat für Sie gerade das falsche Instrument ist.